Mittwoch, 24. September 2008
Ein Dorf in Burma
Draußen im Flussdelta, wo der Zyklon 'Nargis' besonders schwer wütete, gibt es ein kleines Dorf. Vor dem Sturm lebten dort 400 Menschen in ihren Häusern. Es gab eine Kirche, Boote, Reisfelder und Büffel, die bei der Feldarbeit halfen.
Nach dem Sturm stand nur noch ein Gebäude nämlich die Kirche, in der viele Menschen Schutz gesucht hatten. 250 Einwohner haben überlebt. Wie durch ein Wunder ist auch ein einziges Boot unversehrt geblieben.
In den ersten drei Tagen nach der Katastrophe aßen die Überlebenden Kokosnüsse und tranken die Kokosnussmilch. Sie nutzten das Boot um in die nächste Stadt zu gelangen und Wasser zu kaufen. Wenn nichts weiter hinzugeladen wird, kann das Boot 3 große Flaschen mit je 20 Litern Wasser tragen. Jeden Tag fährt das Boot in die Stadt, um die Menschen mit Wasser zu versorgen. Und jeden Abend teilt der Pastor gewissenhaft die 60 Liter Wasser unter den 250 Menschen auf.
Salziges Meerwasser hat die Reisfelder und die Wasserläufe überflutet. Daher ist es nicht möglich, das Wasser durch Abkochen genießbar zu machen. Die Menschen habe Reis angepflanzt, doch ob es eine Ernte geben wird ist ungewiss der Salzgehalt des Bodens ist sehr stark angestiegen.