Blog der Familie Holighaus

Herzlich Willkommen!

(Neuste Einträge in unser Tagebuch immer sofort in eurem Computer. Wie das geht, erfahrt ihr hier.)

Ach ja... und aktuelle Bilder gibts immer mal wieder hier.

Sonntag, 22. Januar 2012

Chinese New Year

Nach dem Gottesdienst sitze ich noch kurz in einem Cafe und überbrücke die Zeit bis zu einem Treffen mit anderen Leitern unserer Gemeinde. Plötzlich unaufhörliches Krachen von Feuerwerkskörpern ganz in der Nähe. Es wird überall das Chinesische Neujahrsfest gefeiert. Der kleine dunkle Laden auf der anderen Strassenseite ist in dichten Rauch gehüllt. Papiergeld und andere Gegenstände aus Papier werden direkt anschliessend in einem alten verrosteten Blecheimer verbrannt. Alles in der Hoffnung den Verstorbenen etwas Gutes ins Jenseits zu schicken und böse Geister durch den Lärm vom Haus fernzuhalten.
Wer geht und sagt ihnen von der freimachenden Guten Nachricht von Jesus? Im Gottesdienst ging es eben um die Frage, wen Gott senden kann... Müssen wir qualifiziert sein um zu gehen? Oder ist die Hauptache willig und für Gottes Pläne verfügbar zu sein?
Gott fragt nach deinem Willen!! Und nicht nach deinen Fähigkeiten!!

Dienstag, 17. Januar 2012

Wie war das noch mit den 900 Mitarbeitern?

Wachstum ja, aber weniger als erhofft
 
2006 setzten sich die einzelnen „sendenden Länder" konkrete Gebetsziele. Darin legten sie fest, wie viele Mitarbeiter sie in den nächsten fünf Jahren aussenden wollten. Die ÜMG Deutschland entschied, um 50 neue Mitarbeiter zu beten. Nach Ablauf dieser Zeit ist es gut, Rechenschaft zu geben.

Montag, 19. Dezember 2011

Ein bedeutsames Abendessen

video

Die Jungs haben darauf bestanden... Abendessen mit Kerzenschein und Weihnachtsmusik. Jetzt kann Weihnachten kommen. Dabei ist das nur ein ganz gewöhnliches Abendessen. Es ist das letzte gemeinsame Abendessen der drei Männer im Haus, bevor morgen die Mama aus Deutschland zurückkommt. Joel und Simon singen bei den Liedern lauthals mit. Mit Sorgfalt wählt Simon die Lieder der CD aus, er weiß worum es geht: "Joy to the World! The Lord has come." Kurz diskutieren wir über diese Freude, die an diesem gewöhnlichen Montagabend einen besonderen Tiefgang findet.
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9 Wochen

Das Chaos lichtet sich und sogar die Weihnachtsdeko findet langsam einen Platz in unserem Wohn- und Esszimmer. Nach unglaublichen 9! Wochen sind wir seit gestern wieder in unserem Haus und versuchen uns wieder einzuleben. Ein Zimmer dient erstmal als Abstellkammer, bis wir neue Möbel für die heimatlosen Dinge gefunden haben. Seit neuestem gibt es sogar IKEA in Bangkok. Vielleicht werden wir ja dort fündig.
Morgen kommt Raphaela (mit Emily) aus Deutschland zurück, wo sie für 10 Tage zum 70. Geburtstag ihr Mutter war. Dann sollte so langsam wieder Normalität in unseren recht aufgewühlten Alltag einkehren. Pünktlich zu Weihnachten.
Auch wenn die vergangenen Wochen nicht ganz einfach für uns als Familie waren, sind wir trotzdem sehr dankbar, dass wir eigentlich alles hatten, was wir zum Leben brauchten. Gott hat sehr gut für uns gesorgt!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Weihnachten?

Wir leben nach wie vor in einem Apartment 30 km von Zuhause entfernt. Es ist Advent und die Jungs haben mit Liebe unsere Krippe aufgebaut. Ach ja und der Adventskalender hängt in einer Ecke und erinnert an das bevorstehende Weihnachtsfest. Ansonsten muss ich ehrlich sagen ist mir nach all den Erlebnissen der letzten Wochen noch nicht sehr nach Advent und Weihnachten...
Aber "Weihnachten wird es, wenn Gottes Liebe unser Herz gefunden hat!" Dieses Zitat fand ich gerade in einem Rundbirief eines lieben Bekannten. Ermutigend, oder? Also mein Herz hat diese Liebe gefunden!

Montag, 5. Dezember 2011

Improvisation ist alles!

In Zeiten von Überschwemmungen und Resourcenknappheit muss man sich eben was einfallen lassen, um das Beste aus Nikolaus rauszuholen! Joel hat sich was einfallen lassen, da in unserer momentanen Situation einfach alles anders ist... Die Weihnachtsdeko ist am anderen Ort, der Stiefel fehlt auch und Schuhe in einem Appartmentblock vor die Türe zu stellen ist sowieso nicht erlaubt! Deshalb Nikolaus mal etwas anders dieses Jahr...

Samstag, 3. Dezember 2011

Weihnachtsfeier inmitten von Chaos

Heute war die erste Weihnachtsfeier für diese Saison. So machten wir uns auf den Weg zum OMF/ÜMG Hauptquartier. Die Feier war eher ruhig, wenig Programm und sehr relaxed. Also wenig Stress.
Im Gegensatz dazu war Stress in der Nachbarschaft vorprogrammiert. Zum Teil standen die Kollegen auf dem Weg zur Feier zwei Stunden im Stau!
Der ganze Stadtteil war auf den Beinen und eifrig wird nun überall sauber gemacht. Was diese mühevolle Arbeit hinterlässt, hat uns heute morgen recht schockiert... Seht selbst:
(Zu dem bestehenden Fotoalbum habe ich die Bilder/Videos 28-34 hinzu gefügt.)

Müllberge auf dem Weg nach Hause

Mittwoch, 30. November 2011

Wie nach einem Umzug

Heute habe ich angefangen, unser Haus zu reinigen. Ehrlich gesagt war ich etwas entmutigt, als ich heute morgen das erste Mal ins Haus kam. Es war eine unglaubliche Sauerei! So gab es also viel zu tun...

Um so dankbarer war ich für die Hilfe einiger Thai Angestellten des OMF Gästehauses. Sie haben kräftig mit angepackt und innerhalb einiger Stunden war der grobe Dreck weg. Dazu hätte ich vermutlich Tage gebraucht. Nun fehlt noch die Feinarbeit, um den restlichen Schimmel so zu beseitigen, dass er nicht mehr wiederkommt. Dazu müssen Schränke und Gardinen gewaschen und nicht zuletzt alle Dinge wieder verstaut werden. Letzteres ist vermutlich nicht so einfach, weil einige Schränke der Flut zum Opfer gefallen sind. So brauchen wir wahrscheinlich ein oder zwei neue Möbelstücke, bis unser ganzes Zeug wieder einen Platz gefunden hat. 

Dienstag, 29. November 2011

Von Spagetthi und lila Wänden

Seit zwei Tagen sind wir nun wieder in Bangkok. Allerdings 30 km entfernt von unserem Haus. Das Appartment, wo wir wohnen können, ist Gott sei Dank! nicht so weit von der provisorischen Schule der Jungs entfernt. Lila Wände und Türen ist nicht gerade unser Stil, aber wir sind trotzdem sehr sehr dankbar dafür! Hier haben wir mehr oder weniger alles was wir im Moment brauchen. Allerdings war ich gestern erstmal eine Weile unterwegs, um einen Kochlöffel zu kaufen. Es sollte Spaghetti mit Hackfleischsoße geben. 
Zwei Schultage in der vorrübergehenden Schule haben Simon und Joel nun schon hinter sich. Da die Räumlichkeiten sehr beengt sind und einige Lehrer wegen den Überschwemmungen das Land verlassen haben, leisten die übrigen Lehrer Schwerstarbeit. Aber es ist beachtlich, wie sich die Schule trotz limitierten Mitteln ins Zeug gelegt hat, um die Kinder in einer guten Art und Weise zu unterrichten. Alle Achtung! Wir sind ausserdem froh, dass die Klassenlehrer von Joel und Simon noch da sind. Frau Alexander, Joels Klassenlehrerin geht übrigens auch in unseren Hauskreis (wenn der mal wieder statt findet nach der Flut)
So werden wir nun in dieser Umgebung bis zu den Weihnachtsferien bleiben. Erst dann werden wir versuchen, zurück in unser Haus zu ziehen. Wow! Das wären dann 9 Wochen im Exil! Als das Wasser immer näher Richtung Bangkok kam, hätten wir nicht gedacht, dass es so lange dauert.
Morgen werde ich nochmal ins Überschwemmungsgebiet fahren. Mit unserem Auto ist das noch nicht möglich (das Wasser ist noch zu hoch), aber ein Kollege will mich mit dem OMF Pick-up an der "Schiffsanlegestelle" abholen. Das geht angeblich. Bin gespannt. Ich werde versuchen, die zerstörten Möbel aus dem Haus zu räumen und noch einige Gespräche im Büro haben.

Sonntag, 27. November 2011

Wieder in Bangkok, aber...

...noch immer nicht in unserem Haus. Ein Bekannte hat uns kurzfristig eine Wohnung in der Innenstadt zur Verfügung gestellt. Von hier aus können wir die Kinder in eine andere Schule in der Nähe schicken (wo unsere Schule vorrübergehend hin umgezogen ist) und einfacher die Aufräumarbeiten Zuhause in Angriff nehmen.
Hier werden wir vermutlich nochmal 3 Wochen bleiben (bis zu den Weihnachtsferien).

Montag, 21. November 2011

Die sechste Woche

Unglaublich. Mittlerweile hat die sechste Woche im "Exil" begonnen. Seit Mitte Oktober können wir schon nicht mehr in unser Haus zurück.
Immerhin ist das Wasser weiterhin gesunken. So dürfte unser Haus mittlerweile trocken sein. Nun bleibt die grosse Aufgabe des Saubermachens... Ende der Woche fahre ich nochmal nach Bangkok und fange damit an. Leider war das Wasser im Haus sehr schmierig und es hat sich mittlerweile überall Schimmel gebildet. So möchten wir auf jeden Fall warten bis das Haus gut gesäubert und gelüftet ist, bevor wir mit den Kindern wieder einziehen können.
Ausserdem steht das Wasser in der Gegend nach wie vor recht hoch, so dass es immer noch unmöglich ist, mit dem Auto hineinzufahren. Die Schwierigkeit ist nur, dass es zunehmend schwieriger wird mit dem Boot. Oft läuft das Boot auf Grund, so dass man durch das Wasser wahten muss...

Dienstag, 15. November 2011

Abenteuer Bangkok

Verzweifelt schöpfen wir mit aufgeschnittenen kleinen Plastikflaschen Wasser aus unserem Boot. Wir sind auf dem Weg von unserem Wohngebiet zur improvisierten Bootsanlegestelle 2 Kilometer entfernt. Durch die hohen Wellen der anderen Boote kommt immer mehr stinkendes Flutwasser in unser schmales Longtail-Boot aus Blech. Der Bootsfahrer direkt hinter mir wird immer stiller und ich merke ihm seine Nervosität an. Ob wir es schaffen werden frage ich... "Ja ja!" versucht er mich zu beruhigen. 10 cm Wasser stehen schon im Boot und wir haben mit vier Erwachsenen und drei Koffern und Taschen eindeutig zu viel geladen. Gerade noch rechtzeitig kommt ein anderes Boot neben uns vorbei. Ein Erwachsener muss raus! Träge steigt der übergewichtige Jugendliche aus unserem Boot. Nur wiederwillig steht er in dem ein Meter tiefen Wasser. Bevor er aber in das andere Boot einsteigen kann, muss erst noch der Preis ausgehandelt werden. Man einigt sich auf 100 Baht (ca. 2,50 Euro) und endlich kann es weitergehen. Erleichtert erreiche ich 15 Minuten später das "rettende" Ufer und kann endlich meine Reise nach Südthailand zurück zu Raphaela und den Kindern antreten.
Ein Woche lang war ich im Überschwemmungsgebiet. Leider steht unser Haus und das Büro der ÜMG mittendrin. 30 cm schmierige Brühe standen zum Schluss in unserem Haus. Das meiste konnten wir rechtzeitig hochstellen. Trotzdem sind einige Möbelstücke zerstört worden. Wir sind Gott sehr dankbar, dass das Wasser 30 Zentimeter vor der Türschwelle des Büros aufgehört hat zu steigen!
Wir sind gespannt wie lange es noch dauert, bis wir endlich wieder nach Hause und mit den Aufräum- und Reinigungsarbeiten beginnen können.
Bilder gibts wie immer hier: https://picasaweb.google.com/holighaus.

Freitag, 11. November 2011

Unser Haus und Umgebung in Bildern


Seit Wochen war ich nun das erste Mal wieder in unserm Haus. Hier einige Bilder und Videoclips...

Mitten drin

Das rote X zeigt die Lage unseres Hauses... Nicht sehr ermutigend, wenn man bedenkt, dass alles Wasser (blau im Bild) noch Richtung Süden ins Meer fließen muss.

Ausmass der Flut 11.11.2011 (Klick zum Vergrössern)

Noch immer ist die Nachrichtenlage sehr chaotisch. Eine Tageszeitung schreibt sehr positiv, die andere Zeitung einen Tag später extrem pessimistisch und sagt, dass die größte Flutwelle aus Zentralthailand noch Richtung Bangkok kommt.
Für heute orientiere ich mich mal an der Nachricht der "Bangkok Post", dass wenn das Wasser in irgendeinem Überschwemmungsgebiet stabil ist oder schon etwas gesunken ist, wird es wegen der nachlassenden Wassermenge nicht mehr steigen. Bei uns geht es pro Tag einige Zentimeter runter. Na, das ist doch was!
So sind wir gestern bei einer Bootsfahrt zu unserem Haus auf Grund gelaufen :-) Dazu später mehr...

Dienstag, 8. November 2011

Ich bin mittlerweile gut angekommen in Bangkok. Nach einer zwanzigminütigen Bootsfahrt kam ich (fast) trockenen Fusses im Hauptquartier der OMF/ÜMG an.
Wir sind durch die engen Gassen gefahren, wo es sonst nur so von Leuten und Essensständen wimmelt. Alles ist ausgestorben, nur vereinzelt bahnen sich die Menschen einen Weg durch die Flut. Mit Booten, selbstgebauten Flössen oder einfach grossen Wasserkübeln sind die Leute unterwegs um nur die allernötigsten Besorgungen zu erledigen. Viele harren in ihren Häusern aus und warten auf Hilfe.
So haben auch meine OMF Kollegen heute hunderte Hilfspakete von ausserhalb nach Bangkok hinein gebracht. Diese werden im Moment an Bedürftige verteilt. Das ist gar nicht so einfach:
Aufgeregt kommt eine Thailänderin zu mir und ist ganz ausser sich. Wir sollen auf keinen Fall die politischen Leiter der Nachbarschaft die Güter alleine verteilen lassen! Die würden sich diese selbstsüchtig untern Nagel reissen! Da brauchen wir echt Weisheit und Gottes Führung! So fährt in jedem Boot einer von uns mit...

Verteilung von Lebensmitteln in der Umgebung

Holighausens in Bangkok 2008

Warum Mission?

Eine Milliarde wartet